Hohenloheaktiv
   
Regionen Aktiv
   
   
   
Inhalt
Die Bühler  
 
Das rund 50 km lange Bühlertal ist eines der schönsten und ursprünglichsten Täler im Norden Baden- Württembergs. Der Name Bühler wird von der keltischen Bezeichnung „bilerna“, „die Schimmernde“, „die Glitzernde“ abgeleitet. Die kleinere Bühler wird neben den beiden großen Geschwistern Kocher und Jagst auch als sog. „Dritter Fluss“ bezeichnet.

Durch den erschwerten Talzugang und dank nur geringer menschlicher Veränderungen konnte im unteren Bühlertal eine einzigartige Natur mit einer hohen Artenvielfalt erhalten werden. Selten gewordene Fischarten wie die am kiesigen Gewässerboden lebende Groppe oder das 3-5 Jahre als Larve in den sandigen Sedimenten des Gewässerbetts lebende Bauchneunauge sind auf klares und sauberes Wasser angewiesen und fi nden in der Bühler geeignete Lebensräume vor. Auch der Eisvogel und die Wasseramsel mit ihren hohen Ansprüchen an die Wasserqualität brüten hier noch.

Im gesamten Bühlertal kommen besondere und selten gewordene Biotoptypen vor, die unter Naturschutz stehen. Hervorzuheben sind die Auenwälder mit Erle, Esche und Weide, Schlucht- und Hangmischwälder, naturnahe Buchenwälder und punktuelle Besonderheiten wie Kalktuffquellen, Höhlen und die durch die Taleintiefung im Muschelkalk herausmodellierten Kalkfelsen mit Felsspaltenvegetation. Auf gesamter Länge von der Quelle im Berrothsbrunnen bei Pommertsweiler bis zur Mündung in den Kocher in Geislingen wurden früher zahlreiche Mühlen zum Getreidemahlen, Holzsägen, ölpressen oder zum Gipsstampfen betrieben. An den Hammerschmiede-Stauseen bei Pommertsweiler wurde die Hammerschlagzahl durch die regulierbare Wassermenge steuerbar und Roheisen zu Hufen, Sensen, Radachsen, Radreifen und Hämmern weiterverarbeitet. Eine Schleifmühle war angeschlossen. Nur noch wenige Mühlen werden heute im unteren Bühlertal als Stromlieferanten betrieben.
Inhalt
Inhalt